23. & 24. August 2014:

Deutsche Meisterschaft im tête à tête und tir


Vom 23. bis 24. August 2014 war Furth im Wald der Schauplatz der besten 128 „Solisten“ des Deutschen Pétanque Sportes. Diese mussten bereits vor zwei Wochen bei einer Qualifikation in ihren Landesverbänden ihr Können unter Beweis stellen, und somit ihr Ticket für die Grenzstadt lösen.
Die Bayerischen Teilnehmer der DM (Foto von Uwe Büttner)
Da das Präzisionsschießen am Samstag, den 23. August um 9.00 Uhr begann, wurde die Einschreibung unter der Leitung des DPV Teams, Hartmut Lohß (Vizepräsident Finanzen), Andreas Endler (Generalsekretär), Hugo Port und Alfons Schulze-Niehues, bereits um 8.30 Uhr eröffnet. Auf einem extrem schweren Schießerboden konnten bis zur Eröffnung bereits acht der 19 teilnehmenden Schützen antreten.
 
Um 10.30 Uhr fand eine einzigartige, unvergessliche Begrüßung der 128 Spieler und deren Begleitpersonen statt. Nach den Ansprachen vom Vertreter des Deutschen Pétanque Verbandes, Hartmut Lohß, dem ersten Vorstand des Pétanque Clubs Furth im Wald, Bertrand Wissmann, und dem ersten Bürgermeister und Schirmherren, Sandro Bauer, eröffnete der Drache „Tradino“, um 11.00 Uhr, feuerspeiend und brüllend, die Deutschen Meisterschaften 2014.

Begrüßung durch den Further Drachen "Tradino"
Gespielt wurde im klassischen „Poule-System“ (Gruppensystem). In jeder der 32 Gruppen wurden jeweils zwei Spieler gelost und weitere zwei gesetzt. Die beiden Spieler mit zwei gewonnenen Siegen qualifizierten sich für die Hauptrunde der Deutschen Meisterschaft. Der Rest konnte sich noch einmal in der Trostrunde (B-Turnier) beweisen. Beides wurde danach im KO-System ausgetragen.
 
Die Auslosung ergab bereits im ersten Spiel der Gruppenphase harte und spannende Begegnungen. Der Titelverteidiger Sascha Löh trifft auf einen der nominierten Teilnehmer der  kommenden Weltmeisterschaften, Till-Vincent Götzke, und der spätere Deutsche Meister, Jan Garner, auf den zweiten nominierten Teilnehmer der  kommenden Weltmeisterschaften, Kamel Bourouba.
 
Gegen 15.00 Uhr waren die Poulrunden des tête à tête und die Vorrunde des Präzisionsschießens abgeschlossen. Die Schützen nutzten jede spielfreie Minute, um ihre Stationen zu absolvieren. Es zeichnete sich früh ab, dass es keine hohen Ergebnisse bei den Tireuren geben wird. Bei dem federnden, schwer zu schießenden Boden, tat sich jeder schwer. Der Beste, Frank Maurer, zog mit 35 Punkten ins ¼ Finale ein. Für den letzten Teilnehmer des ¼ Finales musste die sogenannte 5er-Regelung (bzw. 3er Regelung) entscheiden. Kamel Bourouba, Matthias Ress und Jean-Luc Testas hatten jeweils 21 Punkte. Derjenige mit den meisten 5er, danach 3er Punkten, hatte dann die Nase vorn. Das war Kamel Bourouba. Die acht qualifizierten Schützen hatten nun bis Sonntag Pause, und konnten sich auf die tête à tête konzentrieren.

Tireurwettbewerb
Um 15.30 Uhr wurde die erste KO-Runde von den Schiedsrichtern angepfiffen. Einer der größten Überraschungen war das Ausscheiden des Titelverteidigers Sascha Löh. In einem der stärksten Poules verlor er gegen Till-Vincent Goetzke und Marko Lonken. Auch der Titelverteidiger des Präzisionsschießens, Frank Maurer musste in der Barrage gegen Matthias Ress aus Bayern, seinen Hut nehmen.
 
Mit dem 1/16 Finale endete der erste Tag in Furth im Wald. Und diese zweite KO-Runde lieferte nochmals einige hochklassig besetzte Partien. Jean-Luc Testas, dreifacher Deutscher Meister im tête à tête (2004, 2008 und 2009) musste gegen den Meister von 2003, Rosario Italia, ran. Jean-Luc dominierte das Spiel von Anfang an und besiegte Rosario mit 13:3 Punkten. Enger hingegen ging es zwischen Till-Vincent Goetzke und Cedric Jankowski zu. Till-Vincent hatte mit 13:12 Punkten das bessere Ende.
 
Am Sonntag, den 24. August 2014 begann pünktlich um 9.00 Uhr das Achtelfinale im tête à tête. Und wieder lag von Beginn an Spannung in der Luft. Jan Garner (Niedersachsen 2) spielte gegen Jean-Luc Testas (Baden Württemberg 1). Nach einem sehr guten Start des Niedersachsen ging er mit 12:5 Punkten in Führung. Nun begann die Aufholjagt von Jean-Luc Testas, der schließlich mit 12:12 Punkten gleichzog. Die letzte Aufnahme glich einem Krimi. Nur ein Schuss von Jean-Luc verfehlte die 13 von Jan, und besiegelte das Turnier.
 
Zwischen dem ¼ und dem ½ Finale der Deutschen Meisterschaft tête à tête fanden das ½ Finale und das Finale der Deutschen Meisterschaft tir de précision statt. Im ½ Finale gewann Jens Riedel mit 38:21 Punkten gegen Michael Klein, und Peter Weise mit 25:24 Punkten gegen Kamel Borouba.

Einzug ins Finale tête à tête
Mit Jens Riedel konnte am Sonntag der erste Deutsche Meister in Furth im Wald gekürt werden. Er setzte sich im Finale des Tireurwettbewerbs mit 44:22 Punkten gegen Peter Weise durch.
 
Mit Régis Pfortner (München) war auch noch ein bayerischer Vertreter im ½ Finale tête à tête dabei. Dieser unterlag hier Jan Garner mit 13:3 Punkten. Im zweiten ½ Finale setzte sich Robin Stentenbach gegen Loic Elitog 13:6 durch.
 
Das letzte Spiel der Deutschen Meisterschaften in der Grenzstadt gewinnt Jan Garner und krönt sich damit zum neuen Deutschen Meister im tête à tête. Im Finale gegen Robin Stentenbach half die Erfahrung des mehrfachen Deutschen Meisters weiter. Garner holt sich somit erstmals den Titel im tête à tête.
 
Ergebnis der „Deutschen Meisterschaft tête à tête“:
 
1. Platz: Jan Garner (Osterholz-Scharmbeck)
2. Platz:
Robin Stentenbach (Bad Godesberg)
3. Platz:
Régis Pfortner (München)
3. Platz:
Loic Elitog (Wiesbaden)
5. Platz: Peter Weise (Wiesbaden)
5. Platz:
Victor Bockelmann (Wächtersbach)
5. Platz:
Till-Vincent Goetzke (Braunschweig)
5. Platz:
Patrick Klement (Saarwellingen)
 
Ergebnis der „Deutschen Meisterschaft tête à tête“ B-Turnier (Trostrunde):
 
1. Platz: Alexander Bauer (Regensburg)
2. Platz:
Didier Munch (Saarwellingen)
3. Platz:
Peter Scholten (Mühlheim an der Ruhr)
3. Platz:
Holger Denzinger (Unterensingen)
 
Ergebnis der „Deutschen Meisterschaft tir de précision“:
 
1. Platz: Jens Riedel (Leipzig)
2. Platz:
Peter Weise (Wiesbaden)
3. Platz:
Michael Klein (Herxheim)
3. Platz:
Mohamed-Kamel Bourouba (Düsseldorf)
 
Der Pétanque Club Furth im Wald bedankt sich bei den Vertretern des Deutschen Pétanque Verbandes, Hartmut Lohß, Andreas Endler, Hugo Port und Alfons Schulze-Niehues, bei den DPV Schiedsrichtern Dieter Eckmeier und Peter Kühner und bei den BPV Schiedsrichtern Renate Martin, Jürgen Wachowski und Andrej Jost. Ein besonderer Dank geht an den Bürgermeister Sandro Bauer, für die Übernahme der Schirmherrschaft, und den Further Institutionen für ihre Unterstützung.